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Termin Informationen:

  • Mi.
    04
    Feb.
    2026

    Europa hörbar machen – Fokus 1 FIN/LUX - Dropping bombs stole my memories / Meng Sprooch - Allschwil (CH)

    19:30Museum Allschwil, CH

    Europa hörbar machen / Making Europe audible
    FOKUS 1: LUXEMBURG - FINNLAND - ENGLAND

    Den Auftakt der Reihe Europa hörbar machen! des Eunoia Trio, bildet ein Konzert, das gemeinsam mit den KomponistInnen Catherine Kontz (LUX) [Link] und Henri Växby (FIN/SWE) [Link] entsteht mit eigens für Eunoia geschriebenen Stücken.

    Ausgehend von den aufgezeichneten Interviews (Arbeit an Europa e.V.) mit dem finnischen Überlebenden des Zweiten Weltkriegs Caj Bremer untersucht „Dropping Bombs Stole My Memories“ Fragen rund um Identität und Erinnerung, indem es aufgezeichnetes Interviewmaterial und Rückwärts-Sprachtechniken mit Gesang, Klavier und Percussion kombiniert und so eine Lynch'sche Verzerrung sprachlicher Muster und individueller wie kollektiver Erinnerungen erzeugt.
    In Übereinstimmung mit Växbys anderen Werken bewegen sich einfache Prozessstücke zwischen teilweise improvisierten und vollständig komponierten Elementen und schaffen so ein Ganzes, das starke Dissonanzen mit sanft hypnotischen Klanglandschaften und Drones verbindet.

    Fast alle meine Kindheitserinnerungen vor meinem zehnten Lebensjahr wurden ausgelöscht.

    Erna Hennicot-Schoepges, Foto: Maximilian Gödecke

    Das Stück der luxemburgischen Komponistin Catherine Kontz, Leiterin des rainy days Festival der Philharmonie Luxemburg, „Meng Sprooch, Deng Sprooch, Seng Sprooch“ (meine Sprache, deine Sprache, seine Sprache) basiert ebenfalls auf einem Interview des Archivs mit Erna Hennicot-Schoepges, einer der führenden Politikerinnen in Luxemburg.
    Die enge Verbindung zwischen Sprache und kultureller Zugehörigkeit ist in einem kleinen Land wie Luxemburg besonders interessant.

    Das führte dazu, dass wir alle diese Autoren in ihrer eigenen Sprache lesen konnten. Das verschaffte uns geistige Beweglichkeit.

    Die Zwischenspiele "Settled status" (dauerhafter Aufenthaltsstatus) beschäftigen sich mit der Wahlheimat der beiden KomponistInnen - Grossbritannien. Sie verarbeiten hier ihre  eigenen Erfahrung mit dem Leben in London nach dem Brexit.

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    Europa hörbar machen / Making Europe audible

    Das europäische Zusammenleben, vor allem das demokratische, bot zu keiner Zeit einen garantierten Zustand, sondern musste und muss stets neu ausgehandelt, gemeinsam erarbeitet und gelernt werden.

    Wessen Geschichte hat dabei für mich eine Bedeutung?
    Wem kann ich dabei zuhören?

    Im Zentrum unserer Aufführungen stehen Interviews mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, die von ihren persönlichen Erlebnissen und ihren Visionen nach einer friedlicheren, menschenwürdigeren Welt berichten. Die Interviews sammelte der Verein Arbeit an Europa e.V. [LINK] im Rahmen des Projekts European Archive of Voices.
    Wir laden KomponistInnen aus unterschiedlichen europäischen Ländern ein, gemeinsam ein Programm (Konzert, Performance, Installation, Musiktheater) zu gestalten.

    MusikerInnen: Johanna Greulich (Sopran), Clemens Hund-Göschel (Klavier), Louisa Marxen (Schlagzeug)
    KomponistInnen Fokus 1: Catherine Kontz, Henri Växby

    Zudem gibt es mancherorts eine Ausstellung des Fotografen Maximilian Gödecke [Link],der mit Unterstützung des Goethe-Instituts für das „European Archive of Voices“ durch Europa reist, um die ZeitzeugInnen fotografisch zu begleiten.


    Wir danken unseren UnterstützerInnen und FörderInnen

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