Termine

Anstehende | Vergangene

Termin Informationen:

  • Mi
    18
    Mai
    2022

    "The Damned and the Saved" von Malin Bang, Musiktheater UA

    Biennale München

    Foto: Smailovic

    Zu dem Stück:

    In ihrem gemeinsamen Werk stellen Komponistin Malin Bång und Autor Pat To Yan die Freundschaft zweier Frauen in den Fokus: In einem nicht näher benannten repressiven System herrscht eine Maschine als König. Sie wird gefüttert mit nach Demonstrationen liegengebliebenem Müll – der keineswegs nutzlos ist, sondern im Gegenteil zur minutiösen Nachverfolgung dient. Er lässt auf ganze Biografien schließen, die anschließend ausgeschaltet werden können. Die Freundinnen Dana und Sara versuchen sich gegen diese totalitäre Gewalt zu behaupten. Doch als die beiden unterschiedliche Wege des Widerstands wählen, wird ihre Beziehung schonungslos auf die Probe gestellt. Denn Dana konfrontiert sich und ihre Umwelt auf radikale Weise mit der Unrechtsherrschaft, während Sara eine leisere Revolution bevorzugt.
    Metaphorisch-gleichnishaft und zugleich brutal konkret verhandelt Pat To Yan, 1975 in Hongkong geboren, in seinem ersten Libretto die Frage, wie bedingungslos Widerstand sein muss. In seinem Text verschieben sich Realitäts- und Traumebenen, die durch die Musik kongenial verschmelzen. Seine Figuren sind kreative Schöpfungen mythologischer Figuren aus Europa und China. In der Spielzeit 2021/22 arbeitet Pat To Yan als Hausautor am Nationaltheater Mannheim.
    Die Musik der schwedischen Komponistin Malin Bång erschafft einen Kosmos voll überraschender und kontrastierender Klänge, der von verhaltener Intimität bis hin zu eigensinniger Schärfe reicht. Ihre Komposition führt Rhythmik und Melodie von Pat To Yans Libretto fort und schafft sowohl Verbindungen als auch Grenzen zwischen den Erfahrungswelten der beiden Protagonistinnen.

    Koproduktion von Oper und Schauspiel des NTM und der Münchener Biennale

    Komposition: Malin Bång
    Libretto: Pat To Yan
    Musikalische Leitung: Rei Munakata
    Regie: Sandra Strunz

    Sänger*innen:
    Johanna Greulich
    Eva Resch
    Ilya Lapich

    Schauspieler*innen:
    Jessica Higgins
    Maria Munkert
    Matthias Breitenbach

    Ausstattung: Sabine Kohlstedt
    Choreografie: Ted Stoffer
    Licht: Clemens Heck
    Dramaturgie: Deborah Maier, Anna-Sophia Güther, Sascha Hargesheimer